Schornsteinfegermeister Christoph Wiegers

Ihr Schornsteinfegermeister in Borghorst / Nordwalde / Laer

Kaminöfen

Wissenswertes über Öfen

Bauordnungen und Feuerungsverordnungen

Die Bauordnungen und Feuerverordnungen der einzelnen Bundesländer regeln grundsätzlich alles, was bei der Aufstellung von Kaminöfen beachtet werden muss. Die Norm DIN 18891 schreibt eine Reihe von Anforderungen vor, die Kaminöfen, die das DIN-Zeichen tragen sollen, erfüllen müssen. Achten sie daher auf die Prüfplakette am Kaminöfen.

Sicherheitsabstände
Seiten- und Rückwände benötigen zu brennbaren Materialien ( Holzverkleidungen) einen Mindestabstand von 20 cm. Im Strahlungsbereich der Feuerraumöffnung müssen brennbare Teile mindestens 80 cm entfernt sein. Von einwandigen Rauchrohren mindestens 40 cm. Brennbare Fußbodenmaterialien ( Teppich, Holz oder Kunststoff) müssen mindestens 50 cm nach vorn und 30 cm seitlich des Ofens mit einem nicht brennbaren Belag ( Fliesen, Marmor, Schiefer oder Stahlblech) geschützt sein.

Fußbodenauslastung
Im Wohnungsbau haben die Fußböden heute in aller Regel eine Tragfähigkeit von 300 kg/m². Das bedeutet, dass fast alle auf dem Markt befindlichen Kaminöfen ohne Probleme und ohne zusätzliche statische Bewährung in einer Wohnung saufgestellt werden können.

Bauarten
Bezüglich des Schornsteinanschlusses muss bei Einzelfeuerstätten unterschieden werden zwischen solchen, die einen eigenen Schornstein haben müssen und solchen, die mit bis zu drei Feuerstätten an einem gemeinsamen Schornstein angeschlossen werden können.

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Bauart 1
Kaminöfen der Bauart 1 werden bezüglich des Schornsteinanschlusses wie Dauerbrandöfen behandelt und dürfen daher – soweit der Schornstein dafür geeignet ist – an einen mehrfach belegten Schornstein angeschlossen werden. Die Bauart 1 setzt voraus, dass die Feuerraumtür immer, mit Ausnahme bei der Bedienung, geschlossen ist oder die Füllöffnung nicht größer als 0,05 m² lichten Querschnitt ist. Die Bedingung der geschlossenen Betriebsweise wird durch selbstschließende Türen erreicht, die nach Loslassen des Betreibers durch Federscharniere, durch eine Zugfeder oder auch durch Herabfallen per Schwerkraft selbsttätig schließen. Wesentlich ist, dass aufgrund der Konstruktion der Schließvorgang erreicht wird, so dass das Sicherheitsrisiko durch eine falsche Bedienung des Betreibers ausgeschaltet ist.

info_oefen_1.jpg Bauart 2
Feuerstätten, deren Feuerung während des Betriebes geöffnet sein kann ( Bauart 2), müssen aufgrund des damit verbundenen hohen Luftüberschusses einen eigenen Schornstein haben, so dass die Abgase sicher über dem Dach abgeführt werden können. Zu dieser Gruppe zählen offene Kamine nach DIN 18895 und Kaminöfen der Bauart 2 nach DIN 18891.

Schornstein
Der Kaminofen bildet mit dem Schornstein ein System. Eine optimale Verbrennung hängt neben gutem Brennmaterial unter anderem auch wesentlich vom Zugverhalten des Schornsteines ab. Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase steigen, aufgrund ihrer geringeren spezifischen Dichte gegenüber der Umgebungsluft, nach oben in den Schornstein und müssen sicher abgeführt werden.

info_oefen_6.jpg Frischluft
Die zum Brennvorgang benötigte Frischluft muss dabei ungehindert von außen dem Feuerraum zugeführt werden. In der Regel strömt diese Luft über Fugen von Fenstern und Türen dem Aufstellungsraum zu.
Die mit der Wärmeschutzverordnung vorgeschriebene erhöhte Dichtigkeit von Gebäuden und die weiterführende Niedrigenergiebauweise kann zu mangelnder Frischluftzufuhr für den Kaminofen führen. Aus diesem Grunde wurden in jüngster Zeit der Frischluft- und der Verbrennungsluftstutzen entwickelt. Die Feuerstätte kann somit Raumluft unabhängig betrieben werden.

Vielfältige “Nahrung”

Kamine können mit Holzscheiten oder auch Erdgas befeuert werden
Kaminöfen verbreiten in jeder Wohnung Gemütlichkeit und Flair

Diese Feuerstätten fügen sich ohne großen baulichen Aufwand in das Ambiente ein und geben den Blick frei auf das lodernde Flammenspiel. Wenn es um die Auswahl ihrer „Nahrung“ geht, sind Kaminöfen nicht wählerisch: Holz, Kohlebriketts, oftmals auch Pellets oder sogar Erdgas sorgen für wohlige Wärme.

info_oefen_3.jpg Festbrennstoff
Die meisten Ofenfreunde heizen mit Festbrennstoffen. Am weitesten verbreitet ist die Befeuerung mit Holzscheiten. Ein Holzfeuer lodert nicht nur schön, es knistert und duftet auch.
Kaminöfen können sich für jedes unbehandelte Holz erwärmen, wenn es trocken ist. In Geräten für Festbrennstoffe lassen sich auch Kohlebriketts verfeuern, die langsamer verglühen als Holz und so länger Wärme abgeben. Ähnliche Varianten gibt es zudem aus unbehandelten Holzresten: Die Späne werden gepresst und kommen in Brikettform in den Handel. Auch sie haben höhere Brennwerte als Holzscheite.

info_oefen_7.jpg Pellets
Eine weitere Variante sind seit einigen Jahren die Holzpellets. Auch sie werden aus unbehandelten Holzresten zusammengepresst und besitzen eine sehr starke Heizkraft. Die Auswahl an entsprechenden Öfen ist groß, sogar Zentralheizungsanlagen können mit den kleinen „Energiebündeln“ umweltfreundlich befeuert werden.

info_oefen_2.jpg Erdgas
Eine komfortable Alternative zu den Festbrennstoffen bietet Erdgas. Wer bereits eine Gasleitung in der Wohnung hat – beispielsweise in der Küche – kann einen Anschluss für den erdgasbetriebenen Kaminofen legen lassen. Ein solches Gerät entfacht sein Feuer auf Knopfdruck, die Wärmeleistung lässt sich stufenlos regeln. Die Flammen lodern um hochwertige Keramikscheite und schaffen so eine behagliche Atmosphäre.

Attraktives Design
Die Frage, welcher Brennstoff am besten zu den individuellen Gegebenheiten passt, kann der Fachhändler beantworten. Manche Hersteller bieten sowohl Modelle für die Fest - als auch für die Gasbefeuerung an. Aber nicht nur der Brennstoff ist entscheidend, sondern auch attraktives Design – und da ist die Auswahl noch vielfältiger.

Wichtige Fragen im Vorfeld

Bevor der gewissenhafte Mensch einen Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin aufstellt und anheizt, hakt er mit dem zuständigen Schornsteinfeger folgende Punkte ab:

1.Grünes Licht: Der Schornsteinfeger muss vorab grünes Licht für die prinzipielle Anschlussmöglichkeit geben.
2.Meldung: Der Kauf und Aufstellungsort des Ofens ist dem Schornsteinfeger mitzuteilen.
3.Formular: Der Fachbetrieb hat das Formular „Technische Angaben über Feuerungsanlagen“ auszufüllen und an den Schornsteinfeger zu schicken.
4.Freigabe: Der Kunde bekommt eine schriftliche Stellungnahme mit Freigabe vom Schornsteinfeger.
5.Prüfung: Nach der Aufstellung prüft der Schornsteinfeger die Einhaltung aller sicherheitstechnischen Vorgaben rund um Ofen und Schornstein.
6.Bescheinigung: Ist alles in Ordnung, gibt es eine schriftliche Abnahmebescheinigung.

Na dann, viel Spaß beim Heizen mit Holz.

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